Regionalbischof Thomas Prieto Peral moderiert ein Gespräch mit Laila Al-Sheikh und Michal Halev, Mitglieder im Parents Circle Families Forum (PCFF). Darin haben sich hunderte israelische und palästinensische Familien zusammengeschlossen, die Kinder im Konflikt verloren haben. Sie wollen Frieden statt weiteres Leid. In Israel darf PCFF nicht mehr in die Schulen. Ihnen wird vorgeworfen, eine unmoralische Gleichsetzung von Terroropfern und Terroristen zu verbreiten.
Parents Circle Families Forum wurde für den Friedensnobelpreis nominiert.
Am 9. Mai 2026 besteht die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen. An diesem Abend sind Laila und Michal von PCFF in München und erzählen ihre Geschichten.
Begegnung und Dialog mit dem Parents Circle Families Forum aus Israel und Palästina
Samstag, 9. Mai 2026
19 Uhr
Haus der Hochschulgemeinden
(Friedrichstr. 25, 80801 München)
Laila Al-Sheikh lebt in Bethlehem im Westjordanland. 2002 starb ihr sechs Monate alter Sohn Qussay, nachdem er bei einem Einsatz der israelischen Armee Tränengas eingeatmet hatte und ihm der rechtzeitige Zugang zu medizinischer Hilfe verwehrt worden war. Statt nach Rache zu sinnen, setzt sich Laila seither für eine friedlichere Zukunft für ihre Kinder ein. Seit 2016 ist sie Mitglied im „Parents Circle“. „Unsere Lebensumstände sind unterschiedlich“, sagt sie, „aber wir teilen denselben Schmerz und dieselben Tränen.“
Michal Halev arbeitete als Frauenberaterin und nutzte Kunst, um Menschen zu verbinden. Ihr einziges Kind, Laor Abramov Halev, wurde am 7. Oktober 2023 im Alter von 20 Jahren auf dem Nova-Musikfestival von der Hamas ermordet. Der Verlust veränderte ihr Leben grundlegend. „Ich flehe die Welt an: Beendet alle Kriege, hört auf, Menschen zu töten, hört auf, Babys zu töten“, sagte sie kurz nach Laors Tod. „Krieg ist keine Lösung, mit Krieg lässt sich nichts regeln … Ich will keine Rache in meinem Namen.“ Seither widmet sich Michal dem Andenken ihres Sohnes und engagiert sich seit 2024 im „Parents Circle“.
