Ausschreibung

Der Preis ist inspiriert von der Zivilcourage Wilhelm Freiherr von Pechmanns: In der Zeit des Nationalsozialismus erhob er aus christlicher Überzeugung seine Stimme gegen Antisemitismus und für Menschenwürde. Damit hat er ein Beispiel gegeben, das auch heute motiviert, öffentlich und couragiert für ein christliches Bild vom Menschen einzutreten. 

Der Preis fördert die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus. Ausgezeichnet werden herausragende, veröffentlichte Leistungen in der historisch-wissenschaftlichen Forschung oder in Bildungsarbeit und Publizistik, vor allem zur damaligen Rolle von Kirche und Christentum. Außerdem können überzeugende Beispiele für Gemeinsinn und Zivilcourage in der Gegenwart ausgezeichnet werden.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde gestiftet zum Gedächtnis an Wilhelm Freiherr von Pechmann (1859-1948), den ersten gewählten Präsidenten der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Der Bankier bekleidete zahlreiche nationale und internationale Ehrenämter in der evangelischen Kirche und begleitete deren Weg durch die NS-Zeit kritisch. Der Preis würdigt seine besonderen Verdienste um Humanität und Recht, Christentum und Kirche sowie sein entschiedenes Eintreten für die Opfer von Rassismus und Antisemitismus.

Eine Jury aus namhaften Vertreter:innen von Kirche und Wissenschaft befindet über die Zuerkennung dieser Auszeichnung. Die vorzulegenden Arbeiten sollen in sich abgeschlossen und nicht älter als drei Jahre sein. Auch Gruppen, Vereine und Initiativen können sich bewerben. 

An dieser Stelle informieren wir, wenn der Wilhelm Freiherr von Pechmann Preis wieder ausgeschrieben wird. Wenn Sie benachrichtigt werden möchten, kontaktieren Sie bitte das Büro von Regionalbischof Thomas Prieto Peral.